Erstellt am 15.02.2020, Ergänzung in blauer Schrift am 16.02.

Am 06.10.2019 hat sich hier in Stinstedt ein tragischer Unfall mit meinen Hunden ereignet, bei dem ein Chihuahua gestorben ist.

Was das für Folgen nach sich gezogen hat, ist der reine Wahnsinn und hat uns viel Zeit, Nerven und Geld gekostet! Ich habe mit vielen meiner Freunde, Bekannten und Nachbarn, allesamt natürlich Hundehalter, darüber gesprochen. Es stellte sich heraus, dass viele mit ihren großen Hunden schon einmal in eine unangenehme Situation mit einem anderen kleinen Hund geraten sind und die Reaktion meiner Hunde gut nachvollziehen konnten.

Folgende Gründe haben mich dazu bewegt, alles sehr ausführlich aufzuschreiben:

  • Es ist mir ein persönliches Anliegen alle Hundehalter darüber zu informieren, welche Konsequenzen es nach sich ziehen kann wenn es zu einem Beißvorfall kommt, der gemeldet wird.
  • Eine Bitte an Hundehalter mit kleinen Hunden, diese zu erziehen und zu sozialisieren, also mit anderen Hunden in Kontakt zu bringen, damit diese nicht ständig aggressives Verhalten den großen Hunden gegenüber zeigen.
  • Klarheit hier in Stinstedt zu schaffen, denn wie ich gehört habe existiert bereits eine "Version", dass ein Hund, der bei uns in Betreuung war, den Chihuahua gebissen hat. Ich weiß wirklich nicht, wie so etwas immer zustande kommt!

Ich habe hier extra keine Namen erwähnt. Natürlich wissen die Leute aus Stinstedt, um wen es geht.

Ich möchte hier einmal ganz klar und deutlich darauf hinweisen, dass ich hier "niemanden gegen jemanden" aufhetzen möchte. Jeder hat seine Meinung dazu, ob nun für oder gegen uns. Es war mir aber schon wichtig, vieles sehr genau zu schildern, damit man unsere Situation nachvollziehen kann!


Nach dem tragischen Unfall am 06.10.2019 gegen 8:00 Uhr (genaue Schilderung weiter unten in der PDF-Datei beim Datum 04.12.2019) habe ich erst mal Zuhause geweint und konnte mir auch nicht vorstellen, wie schlimm es wohl für den Besitzer sein musste, das mit anzusehen. Als ich mich beruhigt hatte, bin ich wieder zu den Besitzern gefahren. Ich sagte ihnen, wie sehr es mir Leid tat. Die beiden haben mit dem Kopf geschüttelt und gesagt: "Du kannst nichts dafür, es ist nicht deine Schuld."

Am gleichen Tag erhielten wir um 9:58 Uhr noch eine whatsapp-Nachricht der Besitzer, in der sie mitteilten, dass es in deren Augen ein trauriger Unfall war, die Schuld bei denen liegt und ich mir bitte keine Vorwürfe machen soll.


Am 15.11.2019 erhielten wir dann von den Besitzern des Chihuahuas eine neue whatsapp-Nachricht:

Sie wären zu dem Entschluss gekommen, den Vorfall melden zu müssen. Obwohl deren Hund provoziert hätte, wäre die Reaktion unserer Hunde (tot beißen) nicht normal. Ohne diesen Schritte könnten sie nicht vertreten, wenn sich so ein Vorfall oder dergleichen wiederholen würde. Es wäre nicht in deren Sinne, uns zu schaden, es ginge nur um die Sache!!

 

Okay, ich konnte das zu dem Zeitpunkt insoweit nachvollziehen, da die Besitzer unsere Hunde nur aus den Begegnungen mit deren Hund kannten. Wir wollten uns mal zusammen setzen und darüber sprechen. Leider hatten wir keinen zeitnahen Termin gefunden. Also habe ich mir die Mühe gemacht und fast 3 Seiten über unsere Hunde geschrieben und zusätzlich Fotos unserer Hunde zusammen mit anderen Hunden rausgesucht, auf denen deutlich hervorgeht, dass unser Rudel gutes Sozialverhalten und keine Probleme mit kleinen Hunden hat. Das habe ich der Person am 23.11.2019 per Mail nach Absprache gesendet.

 

Am 26.11.2019 schrieb mir die Person, dass sie mir für die ausführlichen Erläuterungen dankt, für sie aber eine unabhängige/unbefangene Beurteilung wichtig ist.

 

Ich hätte mir das Ganze wirklich sparen können, denn wie ich später herausgefunden habe, haben die den Vorfall bereits am 19.11.2019 dem Landkreis Cuxhaven gemeldet und ein entsprechendes Schreiben von denen mit gleichem Datum erhalten!

 

Ich hatte denen zwar auch geschrieben, dass sie den Vorfall natürlich melden können und wir dem nicht im Wege stehen werden. Allerdings bin ich doch davon ausgegangen, dass nach den ganzen Schilderungen und den Fotos klar hervorgeht, dass dieser Schritt nicht notwendig ist. Irrtum!


Am 04.12.2019 erhielten wir dann das erste Schreiben vom Landkreis Cuxhaven der Abteilung Ordnungsamt zwecks Durchführung des Niedersächsischen Hundegesetzes (NHundG). Es würde von Amts wegen überprüft werden, ob unsere Hunde ein gesteigertes aggressives Verhalten aufweisen und damit als gefährlich i.S. dieses Gesetzes zu erklären sind.

In der Anlage befand sich ein Fragebogen, den wir ausgefüllt bis zum 18.12.2019 zurück senden sollten.

Zu den folgenden Punkten mussten wir unsere Angaben machen:

 

1. eigene Angaben: Name, Anschrift und Telefonnummer

2. Geschädigter/Halter des geschädigten Hundes: Name, Anschrift, falls nicht bekannt bitte äußerliche Beschreibung

3. Angaben zum eigenen Hund: Rasse, Farbe, Größe und Gewicht, Geschlecht und Name, Alter, Chipnummer, wie und wo wird der Hund gehalten?

4. ggf. Angaben zum geschädigten Hund: Rasse, Farbe, Größe, Geschlecht, Alter

5. Möglichst genaue Schilderung des Vorfalles/der Vorfälle: Wo und wann kam es zu dem Vorfall? Wer hat den Hund/die Hunde geführt? War der Hund / die Hunde angeleint? Was geschah im Einzelnen?

6. Ist etwas über etwaige weitere Vorfälle mit Ihrem oder ggf. dem anderen Hund bekannt?

 

Auf dem Fragebogen habe ich nicht viel geschrieben, weil da einfach zu wenig Platz war und ich doch einiges darüber zu "erzählen" hatte. Also habe ich einen ausführlichen und detaillierten Anhang dazu geschrieben und das ganze dann per Mail am 16.12.2019 dem Landkreis gesendet. Zu dem Zeitpunkt war ich noch guter Dinge, das sollte sich aber schon bald ändern!

 

Hier also mein ausführlicher Bericht an den Landkreis, unter anderem mit genauer Schilderung, wie sich der Vorfall aus meiner Sicht ereignet hat. (Ich habe das Schreiben überarbeitet und den Namen des Hundes mit Chihuahua und den Namen des Menschen mit Besitzer getauscht. Ansonsten ist es genau so, wie ich es dem Landkreis geschickt habe!)

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Anhang Fragenkatalog Landkreis Cuxhaven.
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In dem Gutachten, welches von einer sachverständigen Tierärztin in Hamburg erstellt wurde (s. weiter unten) wurde der Vorfall wie folgt beurteilt:

"Es ist zu einem Zwischenfall gekommen, bei dem ein anderer Hund durch die Hunde zu Tode kam. Unter Berücksichtigung des im Test gezeigten Verhaltens erscheint es wenig wahrscheinlich, dass einer der drei Hunde bei dem Zwischenfall gezielt, absichtsvoll und bereits mit Beschädigungsintention gebissen haben könnte.

Der Chihuahua soll (mit oder ohne Vokalisation) direkt zu den drei Hunden hingelaufen und zwischen diese gelaufen sein. Selbst wenn der Chihuahua nicht gebellt hat, kann so eine plötzliche vollständige Distanzunterschreitung mit hinreichender Wahrscheinlichkeit Stress, Unsicherheit und Erregung bei Teddy, Spike und Bella ausgelöst haben. Dies wäre um so wahrscheinlicher, wenn die Hunde sich tatsächlich von früheren negativ gefärbten Begegnungen (inkl. gegenseitigem Verbellen am Zaun) kennen. Ein spontanes Abwehrverhalten wie Schnappen oder Beißen gehört zum Normalverhalten von Hunden in Situationen einer subjektiv empfundenen Bedrohung. Die Wahrscheinlichkeit für solches Verhalten ist um so größer, je plötzlicher und enger sich eine Situation entwickelt. Die Tatsache, ob dabei einer der Hunde ein vollständiges Gebiss hat oder nicht, ist unerheblich dafür, ob sich ein anderer Hund durch dessen Verhalten subjektiv bedroht fühlt. 

... Dabei ist die Prognose hinsichtlich des Ausgangs solch eines Konfliktes ungünstig, wenn einer der beteiligten Hunde deutlich kleiner ist, bzw. wenn sich eine Situation entwickelt, bei der zwei (oder mehrere) Hunde ihr Verhalten gegen einen einzelnen Hund richten und sich dabei in Reaktionen und Intensität gegenseitig beeinflussen. In diesem Fall war einer der beteiligten Hunde deutlich kleiner als die anderen drei, und diese haben sich vermutlich (analog zum Test) gegenseitig im Verhalten beeinflusst. Die Hunde waren zwar an sehr kurzen Leinen, trotzdem hätte Frau Lafrenz, wenn der Chihuahua direkt in die Gruppe der größeren Hunde hineingelaufen ist, wenig Möglichkeiten gehabt, im Sekundenbruchteil ihre Hunde zurück zu ziehen.

...Beißhemmung bedeutet nicht, dass Hunde nicht/nie beißen. Eine gute Beißhemmung bedeutet, dass der Hund seine Zähne abgestuft und kontrolliert einsetzen kann. Wenn aber in einer hektischen Situation ein sehr kleiner Hund von einem im Verhältnis sehr großen Hund gebissen wird, dann kann der kleine Hund trotzdem gravierende Verletzungen davontragen, selbst wenn der große Hund eine gute Beißhemmung hat. Auch bei einem Todesfall handelt es sich dann immer noch um ein Unfallgeschehen, und nicht um eine absichtsvoll herbeigeführt massive Beschädigung.

Wenn der Chihuahua unter Leinen- oder Kommandokontrolle gewesen wäre, wäre es zu diesem bedauerlichen Todesfall sehr wahrscheinlich nicht gekommen. Von jedem Hund, egal welcher Größe oder welchen Alters geht ein gewisses Gefahrenpotential aus. Mann kann in diesem Sinne auch von einem "normalen" oder grundsätzlichen Gefährdungspotential sprechen, welches durch Voraussicht und Kontrolle reduziert werden kann - allerdings immer nur bis zu einem bestimmten Punkt. ..."


Am 19.12.2019 leerte ich gegen 15:00 Uhr den Briefkasten. Darin lag eine förmliche Zustellung vom Landkreis Cuxhaven. Darin stand: es wird von Amts wegen überprüft, ob von Ihren drei Hunden eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit gem. § 7 NHundG ausgeht. Es ergeht folgende Anordnung:

1. Ihre Hunde sind von Ihnen als Haltern sowie von jeder anderen Person, die den Hunde führt, außerhalb ausbruchsicherer Grundstücke an einer reißfesten, maximal 1,5 m langen Leine und mit Beißkorb zu führen, bis über das Verfahren zur Feststellung der Gefährlichkeit gem. §7 NHundG entschieden wurde. Zudem ist der Hund nicht durch minderjährige Personen zu führen.

2. Die sofortige Vollziehung meiner Entscheidung zu 1. wird angeordnet.

3. Diese Entscheidung ergeht kostenfrei   (ja, das steht da tatsächlich drauf!)

 

Danach folgte eine ganze Seite mit der Begründung für diese Anordnung. Der letzte Absatz besagt: Aufgrund der besonderen Gefahrenmomente die von bissigen Hunden ausgehen könne, kann es im öffentlichen Interesse nicht hingenommen werden, dass Ihre Hunde ohne Leine und Beißkorb außerhalb ausbruchsicherer Grundstücke die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährdet.

 

Wow, das musste ich erst mal sacken lassen. Es blieb mir also nichts anderes übrig als umgehend nach Hemmoor zum Futterhaus zu fahren und drei Maulkörbe zu besorgen. Die Verkäuferin fragte, ob ich die Hunde denn nicht eben in das Geschäft holen könnte, damit wir die richtige Größe der Maulkörbe raussuchen und anprobieren können. Nein, sagte ich, das darf ich nicht! Sie ist dann freundlicherweise mit drei Maulkörben mit mir zu meinem Auto gekommen, damit ich kurz prüfen konnte, ob wir die richtigen Größen haben.

Kosten für die drei Maulkörbe: 77,97 €

Als wir wieder Zuhause waren habe ich gleich damit angefangen, die Hunde an die Maulkörbe zu gewöhnen, damit ich am nächsten Tag damit spazieren gehen konnte. Was für eine Scheiße!


Im Mai 2018 haben wir auf Wunsch unseres Bekannten seinen jungen Chihuahua namens Charlie (s. Steckbriefe der Hunde) für 5 volle Tage in unser Rudel integriert und bei uns aufgenommen. Dieser hatte aus Angst vor anderen Hunden ständig aggressives Verhalten an den Tag gelegt, um diesen aus dem Weg zu gehen. Die Besitzer haben es richtig gemacht und sich darum gekümmert, dass der kleine Charlie lernt, mit anderen Hunden zurecht zu kommen.

Es war auch eine sehr schöne Erfahrung für mich! Wir haben große Hunde und man kennt leider die meisten kleinen Hunde nur als nervige und ständige Kläffer. Ich habe den Charlie aber wie einen Hund behandelt, bin mit ihm und einen meiner anderen Hunde mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, mit allen 4 Hunden bei Fuß Gassi gegangen, habe mit ihm Grundgehorsam trainiert und beigebracht, selber ins Auto zu springen. Er war wirklich ein lustiger kleiner Kerl und benahm sich einfach wie ein "normaler Hund".

Hier ein paar Fotos aus den Tagen mit dem Chihuahua Charlie:

Und 1 1/2 Jahre später wird uns ein anderer, nicht erzogener und nicht sozialisierter Chihuahua zum Verhängnis...


Am 21.12.2019 hat sich meine Freundin eingeschaltet. Sie hat Jura studiert und besitzt ihr Examen. Da wir keine Rechtschutzversicherung haben, konnten wir keinen Anwalt einschalten, ohne diesen selber bezahlen zu müssen. Also hat meine Freundin ihre Hilfe angeboten und ich habe ihr den gesamten Schriftverkehr zukommen lassen. Nach einem längeren Telefonat hat sie mir erst mal erklärt, was gerade abgeht und alles noch auf uns zukommen kann. Das Ordnungsamt sieht und prüft nur den Vorfall an sich: meine Hunde haben gebissen, der andere Hund ist gestorben. Laut der deutschen Rechtsprechung kann ein Hund als gefährlich eingestuft werden, wenn er einen anderen Hund gebissen hat, egal wie schwer die Verletzungen sind.

Sollte der Landkreis also die Entscheidung treffen, dass unsere Hunde als gefährlich eingestuft werden, dann hätte das noch einige Konsequenzen für uns. Unter anderem müssen wir dann mit den Hunden einen Wesenstest absolvieren und die Maulkorb- und Leinenpflicht könnte für immer bestehen bleiben!

 

Das waren Informationen, die ich erst mal verdauen musste. Meine Freundin wollte für uns eine Stellungsname an den Landkreis fertig machen. Die Zeit drängte, denn ab Zugang der förmlichen Zustellung (also der 19.12.2019) hatten wir vier Wochen Zeit, um eventuell noch Einspruch erheben zu können!


Als ich am 23.12.2019 von der Arbeit und einem anderen Termin gegen 15:30 Uhr nach Hause kam, hatte mir meine Freundin eine Nachricht geschickt. Sie hat uns einen Entwurf der Stellungname per Mail geschickt und ich sollte ihn mir genau anschauen, ob alle Daten und Schilderungen so richtig seien. In dem Schreiben wollten wir auch Zeugen aufführen. Zum einen welche, die etwas über das gute Sozialverhalten unserer Hunde aussagen können und zum anderen welche, die etwas über das aggressive Verhalten des Chihuahuas aussagen können. Mir fielen gleich mehrere Personen ein, aber man muss so etwas natürlich vorher mit denen absprechen. Da wie gesagt die Zeit drängte, und wir das Schreiben am Donnerstag, den 26.12.2019 per Mail versenden wollten, damit das gleich am 27.12. weiter bearbeitet wird, musste ich also einen Tag vor Heiligabend noch ein paar Leuten "auf den Sack gehen", mit drei Personen habe ich sogar noch Heiligabend gesprochen. Ich habe einige Stunden an den beiden Tagen mit persönlichen Gesprächen, Telefonaten und Nachrichten schreiben verbracht.

Jedem musste ich natürlich erst mal kurz erzählen, was passiert war und worum es nun geht. Ich habe wirklich von allen nur positives Feedback und Unterstützung bekommen. Außerdem habe ich noch so einiges mehr erfahren, was der eine oder andere hier in Stinstedt schon erlebt hat in Bezug auf kleine Hunde. Auf jeden Fall waren insgesamt 8 Zeugen damit einverstanden, namentlich genannt zu werden und ggf. für uns bzw. gegen den Chihuahua auszusagen. Ich hatte 6 für uns und 2 gegen den Chihuahua.

Am 1. Weihnachtstag habe ich meiner Freundin dann die Daten geschickt und am 2. Weihnachtstag haben wir noch per whatsapp geschrieben. Um 21:00 Uhr habe ich dann die Mail mit der Stellungname an den Landkreis versendet. Frohe Weihnachten!

Es kam eine automatische Antwort per Mail zurück: das Kreishaus ist vom 23.12.2019 bis einschließlich 30.12.2019 geschlossen. Alle Fälle werden ab dem 02.01.2020 weiter bearbeitet. Na toll!

Das ganze wollten wir im Original auch noch per Post versenden, wo wir dann die Anlagen (Screenshots der whatsapp-Nachrichten der Besitzer sowie ausgedruckte Farbfotos, auf denen unsere Hunde zusammen mit anderen Hunden zu sehen sind) beigefügt haben. Von solchen Fotos hatte ich natürlich mehr als genug! Hier ein paar Beispiele:

Hier habe ich außerdem noch ein paar Fotos von meiner Nichte mit unseren Hunden. Auch wenn Timo und ich keine Kinder haben, haben sie überhaupt kein Problem mit "kleinen Menschen".

In der Stellungname hatte meine Freundin noch einige Punkte erklärend zu dem Vorfall aufgeführt. Außerdem baten wir darin um Akteneinsicht, um dann nochmal zu den Aussagen der anderen Besitzer sowie eventuell andere wichtige Hinweise vom Landkreis abschließend Stellung nehmen zu können. Ich hätte gar nicht gewusst, dass man so etwas machen kann, aber es geht!

Nun hieß es aber erst mal durchatmen und abwarten, bis der Landkreis wieder arbeitet und sich meldet.


Am Donnerstag, den 02.01.2020, erhielt ich dann eine Mail vom Landkreis. Ich solle mich bitte telefonisch melden, damit wir einen Termin für die Akteneinsicht absprechen können. Also habe ich dort angerufen und wir haben uns auf den nächsten Tag geeinigt.

Ich habe danach noch gleich mit meiner Freundin telefoniert um zu fragen, worauf ich dann besonders achten soll, wenn ich mir die Akte ansehe. Außerdem meinte sie könnte es nicht schaden, dass die Person beim Landkreis mich kurz kennenlernt um zu sehen, dass ich eine "vernünftige" Person bin.


Am Freitag, den 03.01.2020 bin ich dann morgens nach Cuxhaven ins Kreishaus gefahren. Mir wurde die komplette Akte gegeben, die ich mir in dem Raum anschauen durfte und auch Notizen daraus machen konnte. Außerdem hat mir die Person freundlicherweise 3 Seiten kopiert, die mir wichtig erschienen.

Ich habe noch kurz mit der Person beim Landkreis gesprochen. Sie hatte den Standpunkt, dass meine Hunde gebissen haben und der kleine Hund gestorben ist. Außerdem müssen Personen geschützt werden (vor meinen Hunden!?) und dass ich bei dem Vorfall alle meine Hunde an der kurzen Leine hatte, hat ja scheinbar auch nicht geholfen. Ich musste mich echt zusammen reißen und ruhig bleiben. So war also der Standpunkt der Person, die diesen Fall bearbeitet und letztendlich die Entscheidung trifft, ob meine Hunde gefährlich sind oder nicht. Ich bin mit einem ganz miesen Gefühl nach Hause gefahren...

 

Als ich danach wieder Zuhause war, habe ich natürlich gleich alles abfotografiert und meiner Freundin gesendet. Es ergab sich aus der Akteneinsicht drei entscheidende Punkte, auf die wir in der ergänzenden Stellungnahme eingehen wollten:

1.) Ein handgeschriebener Vermerk von der Person vom Landkreis: "Hunde müssen entsprechenden Reizen begegnen können, ohne ein anderes Tier anzugreifen und zu beißen. Schwere des Beißvorfalles steht in keinem Verhältnis.

2.) Von den Besitzern wurde die Situation so geschildert, dass deren Chihuahua bellend zwischen meine Hunde gelaufen ist ohne zu beißen, da die Frontzähne operativ entfernt wurden. In einem Antwortschreiben vom Landkreis an denen hieß es dann gleich schon, dass der Chihuahua aufgrund einer Operation der Frontzähne nicht angreifen und beißen konnte. Über die Operation wurde eine Rechnung als Nachweis nach Aufforderung vom Landkreis eingereicht, auf der handschriftlich ergänzt wurde, dass der Hund vorher auf natürlichem Weg schon 1 oder 2 Zähne verloren hat.

3.) Es gibt keine Nachweise über die Verletzungen, die der Chihuahua erlitten hat. Ich wurde von den Besitzern allerdings als Zeugin genannt, die Verletzungen gesehen zu haben. Das stimmt aber nicht, denn als ich danach zu denen gefahren bin, war der Hund in ein Handtuch "gewickelt". 

 

Durch die Informationen, die ich aus der Akteneinsicht bekommen habe in Bezug darauf, wann die Besitzer den Vorfall gemeldet haben (wie oben schon erwähnt) und dass sie es tatsächlich für nötig gehalten haben zu erwähnen, dass deren Hund aufgrund fehlender Zähne nicht beißen konnte, wurde ich langsam echt sauer! Hinzu kommt, dass ich von mehreren Stinstedtern gehört habe, wie sich der Chihuahua deren Hunden gegenüber verhalten hat, nämlich aggressiv. Oder dass die Besitzer sofort das Weite gesucht haben, wenn sie jemanden mit Hund entgegenkommen sahen. Und das Schlimme daran ist, dass sie nichts dagegen unternommen haben! Und nun wollen die unsere Hunde als gefährlich darstellen und tun schon fast so, als würden die nun jeden kleinen Hund, der denen vor die Pfoten kommt "tot beißen". Außerdem wissen sie, dass wir hier regelmäßige Treffen mit anderen Hunden veranstaltet haben.

 


Am 08.01.2020 hat mir meine Freundin einen "Entwurf" über die ergänzende Stellungnahme gesendet. Ich habe mir alles sorgfältig durchgelesen und wir haben abends noch telefoniert und alles durchgesprochen. Sie hatte wirklich ausgiebig recherchiert, aber es gibt leider keine eindeutige Rechtsprechung zur Frage des Beurteilungsumfangs. Die Chancen standen nicht gut für uns.

Deshalb hat meine Freundin den folgenden Satz, was wir natürlich dann auch besprochen haben, in die Stellungnahme eingebaut:

"Soweit Sie trotz unseres Vorbringens eine entsprechende Einstufung vorzunehmen beabsichtigen sollten, würden wir darum bitten, die Entscheidung in dieser Frage auszusetzen bis zu Beibringung eines Gutachtens über die Absolvierung eines Wesenstest".

Ich war erst nicht sehr angetan von dieser "Idee", habe aber eingesehen, dass das unsere einzige Chance ist, damit unsere Hunde nicht als gefährlich eingestuft werden.

Meine Freundin hat dann noch ein bis zwei kleine Änderungen in dem Schreiben vorgenommen und die endgültige Version um 20:23 Uhr per Mail gesendet.


Am 09.01.2020 nach dem Aufstehen und vor dem Frühstück (genauer gesagt um 4:12 Uhr) habe ich der Person vom Landkreis Cuxhaven unsere ergänzende Stellungnahme per Mail gesendet.

Nun hieß es mal wieder: durchatmen und abwarten ...


Am Samstag, den 18.01.2020 erhielten wir das Schreiben vom Landkreis Cuxhaven mit Datum 15.01.2020.

Hier ein paar wichtige und entscheidende Absätze aus diesem Schreiben:

 

Nach §7 Abs. 1 S. 2 NHundG stellt die Fachbehörde die Gefährlichkeit des Hundes fest, sofern Tatsachen den Verdacht rechtfertigen, dass von dem Hund eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgeht. Ein Hinweis auf die gesteigerte Aggressivität eines Hundes liegt insbesondere dann vor, wenn dieser Menschen oder Tiere gebissen hat oder sonst eine über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft, Angriffslust oder Schärfe zeigt.

Die von Ihnen beschriebene individuelle Unverträglichkeit der Hunde rechtfertigt nicht die Schwere des Beißvorfalls. Auch wenn es sich für Ihre drei Hunde insbesondere aufgrund der eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten wegen der kurzen Leinenführung um eine bedrohlich oder ängstigend wirkende Situation gehandelt haben könnte, so müssen diese entsprechenden Reizen begegnen können, ohne ein anderes Tier zu beißen und zu töten. Diese hätten beispielsweise mit akustischen oder optischen Signalen, wie Knurren oder Zähneblecken, oder durch Schnappen auf das Zusammentreffen mit dem Hund ... reagieren können.

Mit Beschluss vom 18.01.2012 (-11 ME 423/11 -, Nds. VBl. 2012. 190) hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht Lüneburg entschieden, dass die Voraussetzungen des §7 Absatz 1 Satz 2 NHundG zur Feststellung der Gefährlichkeit grundsätzlich bereits dann erfüllt sind, wenn der betroffene Hund ein anderes Tier oder einen Menschen nicht nur ganz geringfügig verletzt hat.

Auch unter Anbetracht, dass Aggressionsverhalten zum normalen Verhaltensrepertoire eines jeden Hundes gehört, weist der o.g. Vorfall insbesondere im Hinblick auf die Schwere der Bissverletzung, welche zum Tod des geschädigten Hundes geführt hat, auf eine geringe Angriffshemmung und Impulskontrolle Ihrer Hunde hin.

Die genannten Tatsachen rechtfertigen den Verdacht, dass von Ihren o.g. Hunden eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit gem. §7 Abs. 1 S.2 NHundG ausgeht.

Diese Bedenken können Sie mittels eines Gutachtens durch einen sachverständigen Tierarzt widerlegen.

Das Gutachten hat insbesondere Auskunft über folgende Fragestellungen im Hinblick auf den Beißvorfall vom 06.10.2019 zu geben:

  • Weisen die Hunde ein gesteigertes, inadäquates Aggressionsverhalten oder eine über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft, Angriffslust oder Schärfe auf oder wurden diese auf ein solches Merkmal gezüchtet?
  • Wie ist die Beißreaktion und die Schwere der Bissverletzung in diesem Zusammenhang zu bewerten?
  • Handelt es sich um ein arttypisches Verhalten?
  • Handelt es sich um ein artgerechtes Abwehrverhalten?
  • Gibt der Beißvorfall Hinweise auf eine niedrige Reizschwelle oder eine geringe Angriffshemmung?
  • Geht von den Hunden eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit aus

Ich gebe Ihnen gem. §28 Verwaltungsverfahrensgesetzt (VwVfG) Gelegenheit, sich bis zum 10.02.2020 schriftlich zum Sachverhalt zu äußern und mir ggf. ein entsprechendes Gutachten einzureichen, um den Verdacht der Gefährlichkeit der o.g. Hunde zu widerlegen. Andernfalls beabsichtige ich, die Gefährlichkeit der Hunde Teddy, Spike und Bella nach §7NHundG festzustellen.

 

Abschließend mache ich Sie bereits jetzt darauf aufmerksam, dass gefährliche Hunde im Sinne des Niedersächsischen Hundegesetzes nur mit der erforderlichen Erlaubnis gehalten werden dürfen. Folgende Bestimmungen sind dabei einzuhalten:

 

- Sie müssen einen schriftlichen Antrag auf Haltung der Hunde bei mir stellen

- Die Hunde dürfen nur mit Maulkorb und Leine geführt werden

- Die Ihnen dann auszustellende Bescheinigung über die Antragstellung müssen Sie immer mitführen, wenn Sie mit den

   Hunden unterwegs sind

- Andere Personen dürfen die Hunde nur mit einer Sachkundebescheinigung des Landkreises Cuxhaven führen. Diese ist

   bei mir zu beantragen

- Mir ist unverzüglich zu melden, wenn

     1. die Hunde an jemand anders abgegeben werden, abhanden gekommen sind oder sterben

     2. wenn der Halter umzieht etc.

- Innerhalb von 3 Monaten nach Antragstellung müssen Sie folgende Unterlagen einreichen:

     1. Führungszeugnis nach § 30 Abs. 5 Bundeszentralregistergesetz (BZRG) zur Vorlage bei einer Behörde

     2. praktische Sachkundeprüfung mit den Hunden

     3. Gutachten über einen anerkannten Wesenstest

     4. Kennzeichnung der Hunde zur Identifizierung

     5. Haftpflichtversicherung nachgewiesen (Mindestversicherung 500.000€ Personenschaden und 250.000€ für

         Sachschäden)

 

Tja, immerhin gibt sie uns eine Chance...

 

Aber obwohl die Todesursache und die Art/Schwere der Bissverletzung nicht nachgewiesen werden konnte, wird uns das angelastet. Wie viel Hundekontakte unsere Hunde mit anderen und damit ein gutes Sozialverhalten haben, steht für den Landkreis überhaupt nicht zur Debatte! Deren Standpunkt, bzw. die deutsche Rechtsprechung sieht nur: unsere Hunde haben gebissen, der andere ist gestorben. So funktioniert also das System.

 

Wir hatten nun genau 3 Wochen Zeit, uns so ein Gutachten erstellen zu lassen.

Dem Schreiben war eine Liste beigefügt mit sachverständigen Tierärztinnen und Tierärzten für die Durchführung des Wesenstests nach NHundG. Der einzige im Landkreis Cuxhaven ist Gerd Kaethner in Lamstedt, die nächsten Landkreise waren dann Harburg, Hamburg, Osterholz, Diepholz, Osnabrück, Hildesheim, Hannover, Verden usw.

Ich hatte dann eine andere Freundin kontaktiert, die beim Tierarzt arbeitet und auch bei den Wesenstests mithilft. Wir haben uns dann zum Telefonieren für den Sonntag Vormittag verabredet.


Am späteren Vormittag habe ich dann über eine Stunde mit ihr telefoniert. Wir hatten schon etwas länger keinen Kontakt zueinander und dementsprechend natürlich einiges zu erzählen. Als wir dann auf den Wesenstest zu sprechen kamen, konnte sie mir auf jeden Fall sagen, dass der Tierarzt Gerd Kaethner in Lamstedt zwar den "normalen Wesenstest" durchführt, nicht aber so ein "spezielles Gutachten" erstellt. Was da dann auf uns zukommen würde, konnte sie mir leider nicht sagen.

 

Am Nachmittag musste ich mir dann also noch die Zeit nehmen und einen passenden Tierarzt für unser Gutachten ausfindig machen. Ich hatte später dann noch zufällig mit einer anderen Freundin telefoniert, die ursprünglich aus Berlin kommt und auch schon so einiges erlebt hat. Als ich ihr davon erzählte, dass wir nun ein Gutachten brauchen, bin ich mir ihr die Liste der Tierärzte durchgegangen. Wir haben uns dann für Dr. Barbara Schöning in Hamburg entschieden.

Als ich mir ihre Internetseite angeschaut und einiges durchgelesen hatte, hielt ich sie für eine gute Wahl. Also habe ich ihr gegen 18:00 Uhr eine ausführliche Mail geschrieben: dass es mit meinen Hunden einen Beißvorfall gab und ich nun ein entsprechendes Gutachten brauche, in dem folgende Punkte geklärt werden (die hatte ich euch oben genannt und dementsprechend auch der Dr. Schöning aufgeführt) und dass wir dieses bis zum 10.02.2020 beim Landkreis einreichen müssen.

 

Ich habe also viel Zeit am Wochenende damit verbracht, mich um diese Angelegenheit zu kümmern!


Als ich gegen 14:00 Uhr von der Arbeit Zuhause war habe ich sofort meine Mails durchgesehen. Um 9:29 Uhr hatte mir Dr. Schöning bereits eine Antwort geschrieben, die ich hier mal eben einfüge:

 

Sehr geehrte Frau Lafrenz,

danke für die Anfrage. Wir können solch ein Gutachten erstellen. Dafür müssten Sie mit den Hunden zu uns kommen. Wir machen solche Begutachtungen nur nach Terminabsprache, weil wir dafür unter anderem Hilfspersonen organisieren müssen. Es besteht die Möglichkeit, am Dienstag, 28.1.2020 zu uns zu kommen. Der Test beginnt  um 1200 Uhr. Dann wäre das Gutachten auch bis zum 10.2. fertig. 
Sie müssten mit allen drei Hunden kommen und es wäre besser, wenn Sie eine Hilfsperson aus der Familie mitbringen, denn drei Hunde parallel zu führen im Test wäre sehr anstrengend. 
Wenn andere Familienmitglieder regelmäßig mit den Hunden Gassi gehen sollten diese eh dabei sein, denn dann stehen sie im Gutachten mit drin und es würde später keine Probleme geben, dass evtl. nur noch Sie mit den Hunden Gassi gehen dürfen.
Es wäre schön wenn Sie uns vorab das Schreiben der Behörde mit der Aufforderung zur Begutachtung schicken könnten sowie weitere Unterlagen (Zeugenaussagen?) zum Vorfall.
Einen Fragebogen, der für alle Hunde separat ausgefüllt werden sollte, hänge ich schon mal an. Den können Sie ausgefüllt zum Test mitbringen.
Das angehängte Anmeldeformular zur Durchführung schicken Sie uns bitte vorab ausgefüllt für jeden Hund zurück.
Kosten: wir berechnen pro Hund 440 Euro. Da es in Ihrem Fall 3 Hunde aus einem Haushalt sind, würden wir den Test für alle 3 zusammen für 1200 Euro machen.
Wir können gerne heute noch mal telefonieren.
(Wir zahlen natürlich "gerne" mal eben 1.200€ um zu beweisen, dass wir keine gefährlichen Hunde haben!)
Ich habe sie auch noch angerufen und es war ein sehr nettes Gespräch. Wegen den Unterlagen habe ich ihr mitgeteilt, dass der Landkreis die komplette Akte an sie schicken wird. Außerdem wollte ich gerne noch wissen, ob ich mich irgendwie darauf vorbereiten konnte. Sie sagte, dass der allgemeine Wesenstest durchgeführt wird, etwas Grundgehorsam sowie 1 bis 2 zusätzliche Aufgaben. Was der Wesenstest beinhaltet, könnte man im Internet nachsehen.
Ich habe ihr also gesagt, dass wir den Termin auf jeden Fall annehmen und zu ihr fahren werden.
Abends habe ich dann noch 3x ein Formular (also pro Hund) für den Landkreis ausgefüllt mit meinem Namen und Anschrift, Name, Rasse, Alter, Geschlecht und Chip-Nummer des Hundes sowie den Namen und die Anschrift des Tierarztes.
"Hiermit erkläre ich das Einverständnis zur Beibringung eines Gutachtens für meinen Hund ... durch ... und ermächtige hiermit das Ordnungsamt des Landkreises Cuxhaven, die für die Untersuchung des Beißvorfalls erforderlichen Unterlagen dem / der von mir benannten sachverständigen Tierarzt/ Tierärztin zur Einsicht zu übersenden.
Der Untersuchungsbefund kann dem Ordnungsamt des Landkreises Cuxhaven zugänglich gemacht werden. Gleichzeitig entbinde ich den / die untersuchende/n sachverständige/n Tierarzt / Tierärztin von der Schweigepflicht. Die Kosten für die Erstellung des Gutachtens und sämtliche Nebenkosten werden von mir übernommen."

Ich habe der Person beim Landkreis die ausgefüllten Formulare sowie die Anmeldebestätigung von Dr. Schöning per Mail gesendet.

 

Außerdem mussten Timo und ich mit unserem Chef und den Kollegen abklären, dass wir Dienstag, den 28.01.2020 unbedingt einen Tag Urlaub haben müssen. Da ich denen von dem Vorfall erzählt habe, war das natürlich überhaupt kein Problem!


Ich habe an Frau Dr. Schöning eine Anzahlung für den Wesenstest, wie es auf der Terminbestätigung gewünscht wurde, in Höhe von 300,00€ überwiesen. Eigentlich sind es 100,00€ aber wir machen halt alles dreifach!

 

Später habe ich mir mal im Internet die Datei für den Wesenstest angeschaut, um mal zu sehen, was so auf uns zukommen wird:

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Wesenstest.pdf
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Ich habe mir auf jeden Fall keine Sorgen gemacht mit den Testsituationen, die die Menschen mit den Hunden machen. Als ich damals zur Hundeschule gefahren bin, wurden immer Vertrauensübungen mit eingebaut, die ich später auch hier Zuhause weiter mit meinen Hunde praktiziert habe. Außerdem haben unsere Hunde überhaupt gar keine Probleme mit Menschen, ob nun kleine Kinder, ältere Leute mit Gehwagen oder Krückstock, Menschen mit Bollerwagen, Fahrradfahrer oder Jogger.

Bei den Prüfungen, die mit anderen Hunden durchgeführt werden, war ich mir dann nicht ganz so sicher. Natürlich ist man selber dann auch aufgeregt, was sich auf den eigenen Hunde übertragen kann. Auch wenn wir wissen, dass wir "tolle Hunde" haben, wollten wir das Ganze aber auch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Und es hängt ja nun einiges daran, diesen Test gut zu überstehen und ein positives Gutachten zu erhalten.


Ich habe angefangen, die Anmeldeformulare für den Wesenstest sowie den 7-seitigen Fragebogen jeweils in dreifacher Ausführung auszufüllen.

Download
wesenstest_anmeldung.pdf
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Download
wesenstest_fragebogen.pdf
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Ich habe das Ausfüllen der Formulare beendet.

 

Ich habe also mal wieder ganz viel Zeit am Wochenende damit verbracht, mich um diese Angelegenheit zu kümmern!!! 


Nun war es also soweit. Wir sind um 8:50 Uhr losgefahren und um 11:00 Uhr bei der tierärztlichen Praxi für Verhaltenstherapie Struppi & Co. von Frau Dr. Schöning angekommen. Kurz darauf kam auch sie auf den Parkplatz gefahren und hat uns begrüßt. Wir konnten dann mit unseren Hunden auf den hinteren, abgezäunten Platz gehen, die Maulkörbe abmachen und die Hunde dort kurz laufen lassen. Ich habe mit Dr. Schöning dann erst mal den Papierkram erledigt und den restlichen Betrag bezahlt.

Alle Übungen wurden ohne Maulkorb gemacht (damit man die Mimik des Hundes sehen kann) und wurden mit einer Videokamera aufgezeichnet.

 

Da das Gutachten neben dem "normalen Wesenstest" sich auf den Vorfall bezieht, weswegen meine Hunde "angeklagt" werden, sollte die Situation vom 06.10.2019 in etwa nachgestellt werden. Sie sagte uns, dass sie leider keinen Chihuahua auftreiben konnte, dafür aber einen anderen kleinen Hund, der auf Kommando von seiner Besitzerin anfängt zu bellen. Da die Besitzer des Chihuahuas geschrieben hatten, dass deren Hund bellend zwischen meine Hunde gelaufen ist, sollte der kleine Hund eben auch bellen!

 

Und dann war ich auch schon mit der ersten Aufgabe dran:

Timo musste mit zwei unserer Hunde weiter hinten auf dem Platz bleiben, während ich mit jeweils einem unserer Hunde die Begegnung mit dem kleinen Hund absolvieren musste. Meine Aufgabe: das Ende der Leine zu halten, nicht einzugreifen, meinem Hund nichts sagen oder ein Kommando geben. Mein Hund sollte also das tun können, was er in dem Moment machen will, ohne von mir beeinflusst zu werden.

Ich fing mit Spike an und stellte mich auf die mir zugewiesene Position. Aus einer Tür ca. 3m entfernt kam eine Frau mit dem kleinen Hund. Dieser musste gar nicht aufgefordert werden, sondern bellte Spike sofort an. Spike blieb stehen und schaute den Hund an. Dr. Schöning hat dann die Besitzerin aufgefordert näher auf mich zuzugehen. Beide Hunde standen sich dann direkt gegenüber, Spike beugte seinen Kopf nach unten und die beiden haben sich kurz beschnuppert.

Dann war Bella an der Reihe. Die Frau kam wieder aus der Tür mit ihrem Hund und gab ihm das Kommando zu bellen. Bella war sich unsicher und hat auch oft zu mir geschaut. Aber auch die beiden haben sich dann kurz beschnuppert.

Und dann war Teddy an der Reihe. Auch hier bellte der kleine Hund schon von sich aus und als die Frau näher ran kam, schoss der kleine Hund nach vorne und sprang Teddy sogar kurz an! Die beiden haben sich nicht beschnuppert.

Abschließend standen wir dann mit allen 3 Hunden dem kleinen und kläffenden Hund gegenüber.

Die genauen Beobachtungen dazu sind im Auswertungsbogen unter Situation 22 aufgeschrieben (s. weiter unten).

 

Als nächstes kam der Grundgehorsam. Zuerst musste ich die Aufgaben mit allen drei Hunden gleichzeitig machen, danach auch Timo. Folgende Aufgaben wurden verlangt:

  • mit den angeleinten Hunden an lockerer Leine den Platz einmal hoch und wieder runter gehen (ca. 15 Meter)
  • die Hunde ins Sitz bringen
  • die Hunde ins Platz bringen
  • Leine ab, die Hunde mussten im Platz bleiben; ohne Hunde bis ans Ende des Platzes gehen
  • die Hunde abrufen
  • mit den Hunden ohne Leine wieder runter gehen, aber sie mussten in unserem Wirkungskreis bleiben (also bei Fuß)

Die Beurteilung zu dem Grundgehorsam steht beim Auswertungsbogen an letzter Stelle unter dem Punkt 36

 

Als Timo dran war, die Hunde abgerufen hatte und gerade wieder losgehen wollte, ging hinter dem Zaun ein "bestellter" Rüde entlang. Spike und Teddy haben darauf reagiert, aber als Timo sie zurückrief, wandten sie sich vom Zaun ab.

Diese Situation ist im Auswertungsbogen unter Punkt 25 aufgeführt.

 

Dann sollten wir nacheinander unsere Hunde manipulieren: eine Hand um die Schnauze des Hundes legen und die andere Hand auf den Rücken des Hundes drücken. Auswertungsbogen Punkt 16

 

Dann sollten wir gleichzeitig unsere Hunde ohne Spielzeug zum Spielen auffordern. Auswertungsbogen Punkt 1

 

Danach sind wir alle zusammen in einen Raum gegangen. Zuerst wurde der Chip bei den Hunden gescannt und die Zahl laut vorgelesen. Danach wurden die Hunde kurz gesundheitlich überprüft durch abtasten und abhören. Die Rüden zeigten leichte Schmerzreaktionen im Rücken aufgrund ihrer Spondylose.

Im Anschluss gab es zwei Leckerchen, dann hielt sie dem Hund ein weiteres hin und schloss die Faust. Sie wollte wissen, was der Hund macht, wenn er nicht ran kommt (Frustrationstoleranz).

Dann wurde noch das Lernvermögen der Hunde getestet, indem sie kurz auf einen Clicker konditioniert wurden. Dem Hund wurde das Ende eines Kugelschreibers an die Nase gehalten und dann belohnt. Nach 2 Durchgängen sollte der Hund nun von sich aus den Stift berühren, um sein Leckerchen zu erhalten.

Dieser Durchgang ist im Gutachten im oberen Absatz auf Seite 6 zusammengefasst.

 

Dann ging es wieder raus auf den Platz. Uns schräg gegenüber war ein älteres Paar mit ihrer Deutschen Dogge-Mix Hündin, die den Wesenstest durchführen mussten. Wir standen ca. 5 Meter entfernt.

Alle Durchgänge wurden bewertet und sind im Auswertungsbogen mit fortlaufender Nummer aufgeführt. Ich werde mich jetzt hier an den Nummern (außer die ich oben schon genannt habe) orientieren und kurz erläutern, was sich dahinter verbirgt:

 

2  Die Person hatte einen Hut aufgesetzt, sich vorgebeugt und die Hunde direkt angestarrt

3  Wir mussten die Hunde am Zaun festbinden und reingehen, sodass unsere Hunde uns nicht mehr sehen konnten. Dann

    wurden sie bedroht (wie genau habe ich nicht gesehen)

4  Die Person trägt einen längeren und offenen Mantel. Sie wedelt damit im Vorbeigehen und berührt damit den Hund

5  Mit einer Krücke humpelt die Person ganz dicht an den Hunden vorbei

7  Die Person ist in der Hocke und spricht vor sich hin. Auf dem Hinweg vorbeigehen, auf dem Rückweg rennt der Mensch los,

    wenn man gerade an ihm vorbei war. Dieses musste ich erst einzeln mit jedem Hund und danach mit allen gleichzeitig machen

8  Die Person stolpert direkt neben dem Hund

9  Die Person joggt an den Hunden vorbei

10 Die Person geht mit einem Stock vorbei und macht damit Bewegungen wie beim Blindenstock

11 Die Person geht mit langem Mantel und einer Flasche in der Hand "ordentlich" torkeln und lallend ganz dicht an den Hunden

     vorbei und teilweise auch auf sie zu

12 Die Person spricht den Hund an

13 Die Person schreit den Hund im Vorbeigehen an

14 Die Person ist in der Hocke und macht weinende Geräusche. Erst einzeln, dann mit allen 3 Hunden

15 Wir sollten unsere Hunde knuddeln und streicheln; dann geht die Person vorbei und schreit den Hund an

17 Die Person kommt zu uns, begrüßt uns und berührt dabei den Hund

18 Die Person fordert den Hund mit einem Spielzeug zum Spielen auf

19 Zwei Personen umringen den Hund und einer oder beide berühren den Hund

20 Die Person streicht dem Hund mit Ansprache über den Rücken

21 Wir mussten uns dicht zusammen an den Zaun stellen. Die drei Testpersonen und auch der Herr, der mit dem anderen Hund

     da war, kamen frontal auf uns zu und stellten sich auf engem Raum dazwischen (Fahrstuhl-Situation)

23 Die Person geht mit einem Hund hoch und runter, den unsere Hunde vorher nicht kennen gelernt haben, und ich musste erst

     einzeln mit jedem Hund und anschließend mit allen zusammen daran vorbei gehen

24 Als ich bei Punkt 23 auf dem Rückweg an dem Hund vorbei war, musste ich so tun als ob ist stolpern würde

25 Das ältere Paar stand mit ihrem Hund auf der einen Zaunseite, wir waren auf der anderen. Ich musste mit jedem Hund einzeln

     frontal auf den Hund zugehen. Danach mit allen zusammen

25a Ich musste mit den Hunden einzeln in einen Raum gehen. Gleich rechts um der Ecke lag ein größerer Plüschhund

26  Alle Hunde waren am Zaun angebunden und wir waren drin, sodass unsere Hunde uns nicht sehen konnten (war in Verbindung

      mit Punkt 3). Eine Person geht mit einem Hund, den unsere vorher nicht kennen gelernt haben, dicht an unseren vorbei

27  Drei Personen gehen laut rufend und Geräusche machend (zwei Holzbretter aufeinander schlagen) vorbei

28 Die Person hält mehrere Luftballons in der Hand und macht "knatschende" Geräusche und lässt auch einen Ballon fallen

29 Die Person geht vorbei und lässt dabei den Regenschirm "aufspringen"

30 Ein Ball wird auf den Hund zugerollt

31 Die Person geht mit einer Kinderkarre dicht an den Hunden vorbei und "rempelt" die damit auch an

32 Die Person fährt mit einem Fahrrad vorbei

33 Die Person geht frontal auf den Hund zu und schreit ihn an

34 Die Person geht mit erhobenen Arm und einem Stock in der Hand auf den Hund zu und schreit ihn an

36 Ich musste durch eine Tür gehen, während die Person direkt beim Durchgang mit einem Schrubber schrubbt

 

Als das alles erledigt war, mussten wir noch eine Runde mit unseren Hunden spazieren gehen, was auch gefilmt wurde. Ich schätze mal, das waren gute 20 Minuten. Die Hunde durften auch schnüffeln, mussten also nicht komplett bei Fuß gehen. Einfach ein lockerer Spaziergang. Es ging an einer Straße entlang mit einem sehr schmalen (ca. 50cm) Fußweg, in ein Gebiet mit mehreren Wohnhäusern und einem Kindergarten sowie ein Stück durch den Park.

Dieses ist auf der letzten Seite 6 beim Auswertungsbogen beschrieben und bewertet.

 

Als wir wieder zurück waren teilte uns Frau Schöning mit, dass unsere Hunde gutes Sozialverhalten haben und wir ein positives Gutachten in zweifacher Ausführung bekommen werden. Ich habe sie noch gefragt, ob schon mal jemand durchgefallen ist. Es sind schon einige durchgefallen, allerdings hat sie mittlerweile auch schon ca. 3.000 Tests durchgeführt!

 

Nach über 2 Stunden waren wir dann also fertig und konnten um 14:50 Uhr die Heimreise antreten. Unsere Hunde lagen hinten im Auto und waren fix und fertig! Um 16:00 Uhr waren wir dann wieder Zuhause. Was für ein toller Urlaubstag...

 

Das Gutachten fängt mit Seite 2 an und der obere Teil fehlt. Das habe ich extra gemacht, da dort eine Zusammenfassung der Geschehnisse mit Namen, Daten und Fakten aufgeführt ist.

Die wichtigsten Absätze habe ich unterstrichen (ist trotzdem fast das ganze Gutachten).

Beim Auswertungsbogen wurden unsere Hunde in der Spalte "Sk" (Skalierung) bewertet. Die Erläuterung dazu steht im Gutachten unten auf Seite 4. Zur Vereinfachung führe ich sie hier mal kurz auf:

1  Meideverhalten / Rückzug (ohne aggressive Signale)

2  Akustische und/oder optische Signale der Drohung: Knurren, Bellen, Knurrbellen, Zähneblecken, Nasenrückenrunzeln, 

    Drohfixieren; restliche Körpersprache antagonistisch oder ängstlich-unsicher. Der Hund bleibt dabei stationär oder weicht

    zurück

3  Schnappen auf Distanz mit Drohsignalen oder Vorspringen mit Drohsignalen

4  Schnappen mit unvollständiger Annäherung

5  Beißen, Beißversuch, Angriff mit Zustoßen ohne Beißen; Drohsignale vorhanden

6  Wie 5, aber ohne Drohsignale

7  Beruhigung nach Eskalation ist erst nach über 10 Minuten zu beobachten

 

Für unsere drei Hunde gibt es insgesamt 112 Felder, in denen eine Skalierung eingetragen ist. Wir bekamen 110 mal die 1, vier mal eine 1-2 und zwei mal eine 2.

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Hier ist das umfangreiche Gutachten für unsere Hunde
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Hier ist der Auswertungsbogen für die einzelnen Testsituationen
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Das Gutachten war da! Meine Freundin hat gleich ein Anschreiben für mich fertig gemacht. Einen großen Briefumschlag und Briefmarke hatte ich schon vorher besorgt, sodass ich das Anschreiben mit dem Gutachten gleich für die Post fertig machen konnte.


Auf dem Weg zur Arbeit gegen 6:30 Uhr habe ich den Umschlag in den Briefkasten geworfen.

Nun mussten wir nur noch eine Hürde überwinden: Die Person vom Landkreis muss das Gutachten akzeptieren und uns ein Schreiben zusenden, indem der Vorfall für abgeschlossen erklärt und die lästige Maulkorb- und 1,5m-Leinenpflicht aufgehoben wird.


Wir mussten mit unseren Hunden zum Tierarzt nach Lamstedt. Wir hatten die Impfung schon 4 Wochen überzogen und wollten eigentlich solange warten, bis wir ohne Maulkorb hingehen können. Da bei Bella aber ein Herzgeräusch bei Dr. Schöning festgestellt wurde, wollten wir das nicht weiter aufschieben.

Wir waren im Wartezimmer zusammen mit einem Mann und seiner Katze in einer Box, die auf dem Boden stand. Unsere Hunde haben sich hingelegt und locker gewartet. Als Frau Dr. Erdweg (ich darf und soll sie namentlich nennen!) ins Wartezimmer kam um den Mann ins Behandlungszimmer zu bitten, sah sie schockiert in unsere Richtung: "Was ist das denn, alle mit Maulkorb??"

Als wir an der Reihe waren, haben wir ihr von dem Vorfall erzählt. Frau Erdweg hat nur mit dem Kopf geschüttelt und konnte es nicht fassen. Denn sie kennt unsere Hunde und weiß, wie lieb sie sind. Und dass unsere Hunde nun "verurteilt" werden und Maulkorbpflicht auferlegt bekommen wegen eines frei laufenden Hundes, während unsere an der Leine waren, konnte sie beim besten Willen nicht nachvollziehen.

Unsere Hunde freuten sich trotzdem bei ihr zu sein, ließen sich von ihr anstandslos eine Spritze verabreichen und bekamen von Frau Erdweg durch eine Lücke im Maulkorb einen Kaustreifen durchgeschoben.

Das Herzgeräusch bei Bella hängt mit ihrem Alter zusammen und sie bekommt nun morgens uns abends mit ihrem Futter Herztropfen verabreicht.


Wir erhielten per Post ein Schreiben vom Landkreis mit Daum 06.02.2020:

"....Meine Überprüfung hat nach Begutachtung und Bewertung des Verhaltens der Hunde sowie des Beißvorfalls durch den sachverständigen Tierarzt ergeben, dass von hier keine Feststellung der Gefährlichkeit der Hunde erfolgt und das Verfahren eingestellt wird.

Ich weise jedoch ausdrücklich auf Ihre allgemeinen Pflichten als Hundehalten gem. §2 NHundG hin, wonach Hunde so zu halten und zu führen sind, dass von ihnen keine Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgehen."

 

Nach all den Wochen und den Bemühungen haben wir es nun endlich geschafft und können wieder ohne Maulkorb und "normaler" Leine mit den Hunden Gassi gehen!!


Wie ich oben also schon erwähnte, hat uns diese Angelegenheit jede Menge Zeit, Aufwand, Nerven und über 1.300,00€ gekostet nur um den Besitzern des Chihuahuas zu beweisen, dass unsere Hunde nicht gefährlich sind und sie sich normal verhalten haben!

 

Ich habe auf jeden Fall meine Schlüsse daraus gezogen und hoffe, dass ich einigen Personen damit weiterhelfen kann!

 

Vielleicht möchte auch jemand seine Erfahrungen oder seine Meinung mitteilen. Ich habe dazu die Seite Erfahrungsaustausch / Meinungsäußerung eingerichtet. Dort könnt ihr gerne etwas dazu schreiben. Ich bitte euch, nicht persönlich zu werden oder irgendwelche Schimpfwörter zu benutzen! Wie ich ganz oben schon erwähnt hatte, will ich hier niemanden gegen jemanden aufhetzen. Ansonsten werde ich die Seite wieder löschen. Mich würden aber wirklich eure Meinungen dazu interessieren bzw. gerne wissen, ob jemand etwas Ähnliches durchgestanden hat!

 

Eure Inga